Immunity to Change ist eine Erfahrung, eine Erkenntnis, ein Prozess und ein Tool für die Coaching Praxis!
1) Immunity to Change ist eine Erfahrung:
Immunity to Change ist die Erfahrung, dass es manchmal wie verflixt ist. Wir haben uns etwas vorgenommen, das uns wirklich wichtig ist, wir haben uns einen guten Plan gemacht, aber der Fortschritt lässt zu wünschen übrig. Irgendwie ist das Thema von der Agenda gerutscht, etwas ist dazwischen gekommen, wir sind irgendwie stecken geblieben. Als hätten wir einen Fuß auf dem Gas und gleichzeitig ist einer auf der Bremse.
Das Phänomen können wir bei eigenen Vorhaben beobachten und auch in Gruppen oder Teams. Wir wissen, was wichtig ist, was wir tun wollen - und machen doch keinen Fortschritt. Die wichtigen Themen sind benannt, der Plan ist gemacht – der Fortschritt aber bleibt aus.
2) Immunity to Change ist eine Erkenntnis:
Wir haben uns vielleicht genau gegen diese Veränderung immunisiert! Ähnlich wie wir ein physisches Immunsystem haben, das uns vor Krankheiten schützt, so haben wir auch ein psychisches Immunsystem, das uns vor Veränderung schützt. Genau wie unser physisches Immunsystem arbeitet das psychische Immunsystem von uns unerkannt und verrichtet seine Arbeit. Es schützt uns vor den Veränderungen, die als Gefahr eingestuft werden.
Das eröffnet einen neuen Ansatz für Veränderung. Anstatt durch noch mehr Willenskraft Druck zu machen, könnte es einen Weg geben, klüger an ein Vorhaben heranzugehen. Wenn wir das Immunsystem erkennen, dann können wir es vielleicht neu justieren? Wir können das psychische Immunsystem bewusst steuern lernen, anstatt uns unbewusst von dem psychischen Immunsystem steuern zu lassen.